Im Sommer 1959 wird Georg Kosatschuk, langjähriger Abteilungsleiter der Judoka, von einem jungen Turner der „Deutschen Eiche“ angesprochen. Er hat ihn - noch mit einem Schüler-Grad - im PSV Bielefeld als Judoka gesehen. Natürlich fragt er: „Was ist eigentlich Judo?“ Georg Kosatschuk antwortet ihm, dass er nicht in der Lage sei, eine erschöpfende Auskunft zu geben. Doch der junge Mann sagt, er sei auch für eine weniger meisterliche Antwort dankbar. Er bekommt daraufhin eine Antwort von A. Glucker in die Hand: „Das Ju heißt sanft, aber auch schmiegsam und elastisch - do ist die Kunst, der Weg, die Methode. Dieser Weg des Sanften und Beweglichen ist fundamental für die Ausübung der Technik. Alles Harte, Starre, führt nur zu unnötigem Kraftverbrauch und früher Ermüdung und hat mit Judo nichts zu tun. Der aus oben beschriebener Handhabung gewonnene Judo-Geist trägt in sich Friedlichkeit, Nächstenliebe und Rücksicht. Sicher, ich besiege meinen Gegner, aber mit möglichst humanen Mitteln und füge ihm keinen Schaden zu.
Judo ist mehr als Sport, Judo ist bemüht, Freundschaft und gegenseitiges Gedeihen zum Bestand werden zu lassen. Judo will Körper und Geist in wirksamer Weise entwickeln und einsetzen. Im Judo spiegeln sich die hohen ethischen Werte wie Ritterlichkeit, Bescheidenheit und Selbstdisziplin.
Nach einigen Tagen besucht der junge DE-Turner erneut Georg Kosatschuk und bittet ihn, eine Judo-Abteilung in Schötmar zu gründen. Georg Kosatschuk hat zunächst Bedenken, da er noch keinen Meistergrad besitzt, doch sein Gast lässt sich nicht abwimmeln und so beginnen die DE-Judoka am 26. Oktober 1959.
Dr. Jörg Drögemeier
Sylbacher Str. 143
32107 Bad Salzuflen
Tel.: 05232 / 980011
Trainingszeiten (Jugend):
Montags und Mittwochs jeweils vo 18.15 Uhr bis 20.00 Uhr
Trainingszeiten (Senioren):
Mittwochs von 20.00 Uhr bis 22.00 Uhr
Der Trainingsort ist die Halle II des Schulzentrums Lohfeld (linke Halle)."

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